Donnerstag, 9. Juli 2009

Wie können Menschen aus reiner Profitgier die Erde gefährden? Selbst für das beste Futter aller Zeiten bleibe ich Gegner der Atomkraftwerke

und schreie meine Meinung in alle Welte hinaus, jeder alte Reaktor muss sofort vom Netz.






und im Gegensatz zu den Politikern, die die Atomkraft befürworten, weiß ich, was Hunger bedeutet. Denn nicht immer hatte ich ein so schönes zu Hause wie jetzt, bin durch Felder, Straßengräben und Wohnsiedlungen gestrichen und habe mich von Mäusen und Abfällen ernährt. Trotzdem würde ich mich nie, nie, niemals bestechen lassen, meine Meinung zu ändern.

Mittwoch, 8. April 2009

Mehr vom Schneckentöter und anderem Wahnsinn - aber erst einmal Kater Enzos Gedanken zu dem Atomkraftwerk-Unglück von Tschernobyl vor 25 Jahren






Jetzt gedenken viele Menschen wieder dem furchtbaren Unglück in Tschernobyl. Es ist jetzt fünfundzwanzig Jahre her, dass das Atomkraftwerk seine radioaktiven Strahlen auch nach Europa schickte, obwohl es weit weg von uns gebaut wurde. Immer noch sind so viele Werke aktiv und es gibt sogar die Unverbesserlichen die nach neuen Atomkraft-Werken schreien. Im Zusammenhang mit der Finanzkrise, der Klimaerwärmung und der Weltwirtschaftskrise sehen die ewig Gestrigen ihre Stunde gekommen endlich einmal in der Öffentlichkeit zu Wort zu kommen. Ich bin ja noch ein junger Kater, aber das weiß ich genau, wenn Renate mich mit nimmt, gehe ich auf die Demonstrationen gegen Atomkraft mit. Sie versteht nicht, wie man die vielen kranken Kinder im Umfeld von Krümel ignorieren kann, andere Zusammenhänge sucht oder an den Zufall glaubt. Wie dumm und ignorant sind die satten, dem Kapitalismus verfallenen Befürworter solch einer Technologie. In unserer Nähe ist das bereits stillgelegte Atomkraftwerk Hamm. Die Technologie bekam niemand so wirklich in den Griff, aber in unserer Stadt, vierzig Kilometer davon entfernt, regte sich kein Anwohnern darüber auf. Aber heute, wenn die Landwirte Windräder aufstellen wollen, Solaranlagen auf ihre Scheunendächer installieren oder BIOgasanlagen planen, dann ist die Aufregung groß. Dann sehen alle ihre schöne Landschaft verschandelt, fürchten das Geräusch des Windes, den Schatten der Windräder oder haben Angst von den Solaranlagen bei den Spaziergängen durch unsere industriell betriebenen Landwirtschaft, die an den Wirtschaftswegen keinen Baum, kaum einen Strauch und keine Feldblumen wachsen lässt, ´geblendet zu werden. Radioktivität riecht nicht, schmeckt nicht und macht keinen Lärm, haben deshalb diese Menschen nichts dagegen? Oder glauben sie den Lobbyisten? Energie gehört verstaatlicht, sagen unsere Freunde - und dann bestimmt angela merkel - nein danke, sagt Kater Enzo dazu.

www.naturundkatzenhaus.de

Gabriel stellt den Gästen aus Polsum und Gelsenkirchen die neue Liebe vor

Am ersten Adventsonntag des Jahres 1950 versammelten sich in Lillis und Hardys Küche Max, Anna und Wilma mit ihren beiden Kindern, um Hanna Elisas vierten Geburtstag zu feiern. Gelangweilt, den Erwachsenen bei ihren Gesprächen über Remagen und Gelsenkirchen, Bertlich und Polsum, Marl und Rolandseck, das Siebengebirge oder der Gelsenkirchener Zoo, wo es denn am schönsten wäre, zuhörend, saßen die Kinder am Kaffeetisch, als Gabriel eintraf und unter lautem Hallo seine neue Liebe vorstellte. Nachdem Lotti von allen Anwesenden ausgiebig gemustert, befragt und als akzeptabel befunden wurde fand die Gesellschaft wieder zu den Themen zurück, mit den sie sich vor Gabriels Eintreffen beschäftigte. Hanna Elisa hoffte, die Großen würden das Kuchenessen bald beenden und sich den Kinderspielen zuwenden und nicht bis in alle Ewigkeit über Vorkommnisse schwadronieren die sie langweilten. Wenn sie wenigstens aufstehen und mit Bernd und der kleinen Sybille spielen dürfte, aber nein, an einem Tag wie heute herrschten strenge Regeln und jeder erwartete von dem Geburtstagskind, dass es am Tisch sitzen blieb, denn schließlich waren alle eigens zu ihrer Feier angereist. Hanna vermisste Jakob und Sophia und wollte von dem ihr gegenüber sitzenden Max wissen, warum kommen die Königsfelds nicht zu meinem Geburtstag? Und setzte mit dieser Frage eine Diskussion in Gang, die sie aufmerksam verfolgte, denn hier wurde über eine Angelegenheit gesprochen, die auch ihr Leben berührte und nachdem die Gemüter sich beruhigt hatten und alle zu dem Schluss kamen, Sophia wird sich nicht mehr ändern und bei ihrer Meinung bleiben,
„Jedes Ferkel hat Jeburtstag, da macht man kenne Tamtam drum! De Namenstach jehört jefieert.“,
wurde der Kaffeetisch abgedeckt und kurze Zeit später erschienen zur Freude aller Jakob und Sophia, um den Kohlenpöttlern guten Tag zu sagen und nach einem lauten vergnüglichen Nachmittag, mit dem auch das Geburtstagskind zufrieden war, bewunderten die Großen nach dem Abendessen das erst vor einigen Wochen fertig-gestellte Wohnzimmer und setzten sich in die bequemen Sessel, die durch ihre üppigen Formen zum Verweilen einluden. Die Stimmung wurde immer ausgelassener und nach dem zweiten Schnäpschen und dem dritten Glas Wein fragte Wilma ihre Nichte, ob sie sich denn auch ein Brüderchen wünschte und Hanna sagte,
„Nein, brauche ich nicht, ich habe doch Bernd und Sybille“.
Gabriel grinste, das hatten die Alten nun davon, Hanna so zu überrumpeln. Am Kaffeetisch hatte Lilli Hannas wiederholte Frage, warum ihr Bauch so dick sei kopf-schüttelnd beantwortet,
„Der ist nicht dicker als sonst, vielleicht habe ich etwas zu viel Kuchen gegessen“.
Er versuchte das Kind umzustimmen, erzählte wie schön es für ihn war mit Hardy und Barbara spielen zu können, aber Hanna war nicht bereit seinen Gedanken zu folgen, sie war zufrieden, das einzige Kind zu sein. Aber irgendwann am Abend, als es so schien ihre Gäste hätten gar keinen anderen Gesprächsstoff mehr, gab sie nach und stimmte den Erwachsenen zu und wenn sie geahnt hätte, dass der Fall damit immer noch nicht abgeschlossen sei, hätte sie weiter ihre Position vertreten. Mit ernster Miene und Schalk in den Augen macht Wilma Hanna Elisa darauf aufmerksam,
„Wenn du dir ein Brüderchen wünschst, musst du schleunigst dem Klapperstorch die Nachricht zukommen lassen, sonst sind am Ende alle Kinder vergeben und du gehst leer aus.“
und Sophia fügte hinzu,
„Du weißt, dass der Klapperstorch nur die Sprache der Süßigkeiten versteht! Um ihn in dein Haus zu locken musst du die Geburtstagssüßigkeiten auf die Fensterbank legen. Wenn er Nachts über der Stadt seine Runden dreht, wird er durch die bunten Leckereien auf dein Haus aufmerksam. Er landet, nimmt die Bonbons in den Schnabel und trägt sie seiner Frau in das Storchennest. Nach einiger Zeit kehrt er zurück und trägt als Geschenk für dich ein Brüderchen in seinem langen Schnabel mit dem du dann spielen kannst“.
Hanna blieb vorsichtig. Welche Aufforderung würde als nächstes an sie herangetreten. Sie hatte JA zum Brüderchen gesagt, war aber immer noch davon überzeugt, dass sie keine Veränderung brauchte und die Begründungen, warum Geschwister das höchste Glück der Erde seien, leuchteten ihr auch nicht ein, spielen konnte sie jeden Tag mit den Nachbarkindern. Ihre Fragen, wie der Storch ins Zimmer kommt, dass Brüderchen ins Bettchen legt und warum er nur die Sprache der Süßigkeiten versteht schien niemand ernst zu nehmen und blieben unbeantwortet. Trotzdem verteilte Hanna zögernd unter den aufmerksamen Blicken der Frauen den süßen Kram auf der Fensterbank und hielt beim Betrachten ihres leeren Körbchens inne, voller Überzeugung einen Fehler zu begehen. Erst beim Anblick ihrer glücklichen Mutter verwarf sie den Gedanken, die Bonbons wieder einzusammeln und fügte sich für den Augenblick in ihr Los. An diesem Wochenende räumte Hanna Elisa freudig ihr Zimmer, um Anna und Max ihr Bett zu überlassen und um selber bei Hardy und Lilli unterzuschlüpfen. Sie liebte es im großen Bett ihrer Eltern zu liegen und als Lilli ihr sagte, es ist Zeit schlafen zu gehen ließ sie sich widerstandslos in ihr Nachthemd stecken und hüpfte vergnügt unter die Decke, verabschiedete ihre Mutter mit schläfrigem Murmeln und drehte sich zufrieden hin und her als sie im schummrigen Licht, das von außen das Schlafzimmerfenster beleuchtete zwei üppig blühende von Lilli liebevoll gepflegte Alpenveilchen stehen sah. Schlagartig verflog Hanna Elisas Müdigkeit, hellwach setzte sie sich auf, krabbelte aus dem Bett und ging zur Fensterbank. Das war die Lösung. Geschwind riß sie die Blütenköpfe ab, erwischte ab und zu ein Blatt, das sie ebenfalls in ihr leeres Körbchen legte und als beide Alpenveilchen geplündert waren schlich sie sich in die Küche und tauschte ihre Süßigkeiten gegen Lillis Blumen aus. So war es richtig! Zufrieden legte Hanna sich wieder ins Bett. Einige Zeit später starrten Lilli und Hardy ungläubig auf die abgerissenen Blumenköpfe und wussten nicht, was sie dazu sagen sollten. Als Hanna am nächsten Morgen mit Kopfschmerzen und hohem Fieber aufwachte trat ihre Missetat in den Hintergrund und als der eiligst herbeigerufene Arzt feststellte, sie wäre an Masern erkrankt waren die Eltern nicht überrascht. Frederike und Mechthild hatten erst vor ein paar Tagen ihr Krankenlager verlassen, dass jetzt für Hanna hergerichtet wurde. Bevor Max und Anna sie zu Frau Güttes brachte, stellte sie glücklich fest, dass ihre Überlegungen richtig waren, der Klapperstorch hatte die Blumen in der Nacht geholt. Wenige Stunden später erblickte Till das Licht der Welt. Max und Anna verschoben ihre Abreise, um die Wöchnerin zu versorgen und Hanna Elisa lag bis zum Abklingen der Masern gelangweilt in Mechthilds und Frederikes Kinderzimmer, die beide keine Lust verspürten an ihrem Krankenbett zu sitzen. Als das Fieber nachließ schaffte Hardy Hannas Bett in Lillis Wöchnerinnenzimmer und sie bestaunten zu dritt den kleinen Bruder. Auf der Stelle verliebte Hanna sich ihn den schutzbedürftigen Winzling.

Montag, 6. April 2009

Eislaufen, der Katzen Winterfreude, leider ist das Eis jetzt getaut, aber im Film kann man unsere Sprünge auf dem Eis noch miterleben






Wie schön wäre es gewesen, alle Menschen könnten noch im Hafen von Oberwinter Eislaufen. Aber der Rhein ist viel zu warm. So bleibt uns nur der kleine Teich in unserem Garten. Früher, als Lilli noch ein kleines Mädchen war, konnte man nicht nur im Sommer die Aussicht genießen, zum Rolandsbogen wandern, von dort auf den Rhein und die Inseln Nonnenwert und Grafenwert blicken, zum Siebengebirge mit Petersberg und Drachenfels herüber schauen, mit der Rheinfähre auf die andere Seite übersetzen und den Märchenwald besuchen, oder nach Unkel fahren und Wein trinken, den Frauen dabei in ihre schönen blauen Augen sehen, oder den Rheinhöhenweg entlang spazieren, der noch ein kleiner Trampelpfad war und nichts von seiner späteren Berühmtheit ahnte, nein, man konnte noch im Rhein schwimmen und alle konnten sich auch zu den Winterfreuden am zugefrorenen Wasser treffen. Aber das ist nun vorbei.